Koblenzer Benefizkrimis

28 Jahre Kult (ur) in Koblenz

Unser Teammitglied Ursula Schäfer 
berichtet an dieser Stelle von den Dreharbeiten!


1. Drehtag 08.März 2025

Der erste Drehtag ist immer spannend. Nach der Drehpause heißt es, wieder in die Routine hineinzufinden und die Technik auf den aktuellen Stand zu bringen.
Sowohl die Neulinge als auch die „alten Hasen“ müssen an diesem Samstagmorgen ganz pünktlich vor der WHU erscheinen, da nur ein kleines Zeitfenster für den Einlass dort geöffnet ist. So trifft man sich bei bester Laune, schönstem Sonnenschein und noch ordentlicher Märzkälte vor der WHU.
Schnell ist die Aufgabenteilung klar, und alle zeigen sich hochmotiviert, bei Licht, Ton, Kamera und Requisiten mitzuhelfen.
„Und…Bitte!“ – „Danke!“
Handys aus, Wanduhr ab, Kamera-Akku voll… An was man alles denken muss! Aber dann geht´s los. Zwischen der Aufforderung „Und…Bitte!“ und dem erlösenden „Danke!“ des Regisseurs wird gespielt, pardon: gearbeitet! Denn das, was von den Schauspielerinnen und Schauspielern geleistet wird, ist teilweise harte und konzentrierte Arbeit. Aber Arbeit, die Spaß macht, die Freude bereitet. Das steht jedem und jeder im Gesicht geschrieben.
Und dann die Currywurst…
„Wenn der erste Ekel überwunden ist, kann man sie essen.“, lautet der Kommentar von Ralf Hoffmeyer zur Requisite der besonderen Art. Aber einen langen Drehtag durchzuhalten, ist für eine Currywurst eben nicht einfach und so geht sie am Ende doch nicht in Ralfs Magen, sondern sicherheitshalber in den Abfall.
Insgesamt fühlte sich der Sieben-Stunden-Drehtag für alle gut an, was die Fotos bestätigen. Arnd Huchzermeier ermöglichte den Zugang zu den WHU-Räumlichkeiten und versorgte alle gut mit Kaffee und Wasser. Dafür noch einmal Danke!

3. Drehtag 22.März 2025
Dreh in der Stammkneipe
Was wäre eine Kneipe ohne Kundschaft? Und was ohne Stammtisch und erst recht ohne Hochprozentiges?
Dieser Frage muss am dritten Drehtag bereits ab 9.00 Uhr in der Frühe nachgegangen werden und die Antwort liegt klar auf der Hand: Nichts! Und so erscheinen am Samstagmorgen pünktlich alle Darstellerinnen und Darsteller sowie etliche Komparsinnen und Komparsen. Schnell sind die Skatkarten ausgepackt und bei Wasser, Bier und Cola entsteht trotz früher Stunde so etwas wie Kneipenatmosphäre. Die Kneipenunterhaltung bei angemessener Lautstärke (oder sollte man sagen „Lautschwäche“?) ist gar nicht so einfach. Doch unsere Komparsen bewältigen diese Aufgabe mit Bravour.
Am Stammtisch finden sich zu vorher intensiv geprobter Gesprächsrunde die Akteurinnen und Akteure ein und bekommen es prompt mit einigen Widrigkeiten zu tun. Der wuchtige Stammtischaufsteller besitzt einen eindrucksvollen Pickel, ähnlich dem einer Pickelhaube, der je nach Kameraeinstellung den einen oder anderen Schauspieler aufspießt. Und so muss er einige Male hin- und hergeschoben werden, schließlich geht es ja nicht um ein Verbrechen in der Kneipe, sondern am Karmelenberg.
Und dann wieder die Sache mit dem Ton: „Stell die Schnapsgläser leiser auf den Tisch!“, ist die Anweisung, wonach sich aber herausstellt, dass es noch ein weiteres Problem, und zwar mit dem Inhalt der Schnapsflasche gibt. Nachdem die Darsteller tapfer ihre Gläser geleert und die Szene zu Ende gespielt hatten, ertönt der amüsiert-entsetze Ruf: „Es ist kein Wasser in der Flasche!“. Was drin ist, kann sich jeder denken. Na, denn Prost!